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Das ewige Leid der Streuner-Katzen

Zwei winzige Babykätzchen von einer geretteten Streunerkatze (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Zwei winzige Babykätzchen von einer geretteten Streunerkatze

Das ewige Leid der Streuner-Katzen

Die ersten kleinen Babykatzen des Jahres sind Ende März auf dem Tierschutzhof Delmenhorst angekommen - und ihr Start ins Leben war alles andere als schön. Mama Tine, eine Streunerin, hatte kein Zuhause und musste sich Tag für Tag in Visbeck durchs Leben schlagen, immer auf der Suche nach Nahrung und Schutz. Menschen haben sie zwar lange Zeit als scheue, heimatlose Katze wahrgenommen, niemand wusste ihr allerdings zu helfen. Als noch weitere verwilderte Katzen dort gesehen wurden, wurde der Tierschutzverein Delmenhorst auf die Samtpfoten aufmerksam gemacht. In einer geduldigen Fangaktion konnten zum Glück alle heimatlosen Tiger eingefangen und zum Tierschutzhof am Schillbrok gebracht werden

 

Zu dem Zeitpunkt war die scheue Tine hochschwanger und der Tierarzt konnte per Ultraschall vier kleine Kitten in ihrem Bäuchlein erkennen. Nach ein paar Tagen setzten bei Tine die Wehen ein und sie brachte ein Kleines zur Welt. Einen Tag später war das Kleine immer noch allein und Mutti lag weiter in den Wehen. Der Weg zum Tierarzt blieb der scheuen und verängstigten Mutter und ihrem wenige Stunden alten Kitten also nicht erspart. Ein neuer Ultraschall brachte das traurige Ergebnis: Zwei der drei Kitten waren im Mutterleib bereits verstorben. Das Dritte lebte noch, es hatte aber nur durch einen sofortigen Kiserschnitt noch eine Chance.  

 

Mutti Tine und der kleine Winzling überstanden die Not-OP und alle drei kamen wieder auf dem Tierschutzhof. Mutti Tine war zu schwach, um die Winzlinge aufzunehmen. Also bekamen sie ein kuscheliges Nest in einem Inkubator, der ihnen wohlige Temperaturen und Luftfeuchtigkeit schenkte. In die Rolle von Mutti Tine sind die Hofleiterinnen Lena Hollmann und Nadine Scheuer geschlüpft. Alle zwei Stunden – auch nachts - bekommen die Minis von ihnen die Fläschchen und sanfte Massagen ihrer Bäuchlein für einen reibungslosen Baby-Toilettengang. Das ist eine Entlastung, die Mutti Tine braucht, um sich von der OP zu erholen.      

 

Neben Mutti Tine haben die Tierschützer an der unwirtlichen Stelle in Wildeshausen noch drei weitere Katzen und einen Kater mit einer schlimmen Beinverletzung entdeckt. Das Bein musste amputiert werden, und auch diese Operation hat wahrscheinlich ein Katzenleben gerettet. Draußen wäre sicherlich auch Katzenmutti Tini mitsamt allen Babys gestorben – ein Elend, welches bei heimatlosen Katzen leider viel zu oft verborgen bleibt. 

 

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